Die erste Woche nach dem Feuer
Nur zwei Tage nach dem Brand hatten wir ein gemeinsames Treffen mit der Tischler-Innung Berlin.
Es ging vor allem darum, Lösungen für unsere Auszubildenden zu finden, damit ihre Ausbildung nicht stehen bleibt – und wir sind unglaublich dankbar, dass wir dort so viel Rückhalt, Pragmatismus und Herz erfahren haben.
Dieser Termin hat uns das erste Mal das Gefühl gegeben: Wir schaffen das. Nicht allein, aber wir schaffen das.
Mobilität zurückgewinnen
In der Woche darauf kam ein weiterer wichtiger Schritt:
Wir brauchten dringend Fahrzeuge, denn ohne sie können wir nicht montieren, keine Kundinnen und Kunden besuchen und keine Projekte weiterführen.
Über die Innungen und persönliche Kontakte hat das Autohaus Foti nicht gezögert und uns zwei Autos als Leihgabe zur Verfügung gestellt – schnell, unkompliziert und voller Verständnis für unsere Situation.
Diese Geste hat uns buchstäblich wieder in Bewegung gebracht.
Wieder arbeiten – wenigstens ein bisschen
In der zweiten Woche nach dem Feuer konnten wir dann zum ersten Mal wieder an einem unserer laufenden Projekte weiterarbeiten – einer Küche, deren Möbel es kurz vor dem Brand noch aus der Werkstatt geschafft hatten.
Ein Teil der Materialien und Geräte, die wir dafür brauchten, ist verloren. Umso bewegender war es für uns, dass Schlägel Natursteine ihre Keramikarbeitsplatte so flexibel und unterstützend geliefert hat – angepasst an eine Situation, in der nichts mehr nach Plan läuft.
Und ganz ehrlich, der Einbau ist außerdem überhaupt nur möglich gewesen, weil uns Festool kurzfristig professionelles Leihwerkzeug zur Verfügung gestellt hat. Ohne diese Hilfe hätten wir keinen einzigen Handgriff setzen können.
Dass unsere Kundschaft uns in dieser chaotischen Zeit vertraut, Geduld zeigt und uns den Raum gibt, den wir gerade brauchen, bedeutet uns genauso viel.
Dieses Vertrauen bedeutet uns sehr viel!
Für uns war dieser Termin nicht einfach ein Schritt im Projekt.
Es war ein Moment, der gezeigt hat: Wir können wieder tun, was wir lieben und es lohnt sich!
Wie es im Moment läuft
Wir arbeiten aktuell:
mit geliehenem Werkzeug
von verschiedenen, provisorischen Orten aus
unterstützt von Lieferanten, die flexibel reagieren
getragen von Kundschaft, die uns Geduld und Vertrauen schenken
Ein richtiges „Hauptquartier“ haben wir noch nicht.
Und genau deshalb bedeutet jede Form von Flexibilität gerade unglaublich viel.
Wir versuchen, unsere Projekte weiterzuführen, Nachrichten zu beantworten, Angebote zu sichten und neu zu sortieren – aber nicht alles geht gleichzeitig.
Was jetzt wichtig ist
Wir wollen ehrlich sein:
Wir geben alles.
Nur schaffen wir nicht alles auf einmal.
Diese Seite wird fortlaufend aktualisiert.
Mit jedem Schritt, jedem Fortschritt, jeder Unterstützung, die uns hilft, weiterzumachen.
Danke, dass ihr uns unterstützt – in einer Zeit, die uns fordert wie nie, aber in der wir jeden Tag spüren, wie stark Gemeinschaft sein kann.